In Kanada wurde heute der Thanksgiving-Day gefeiert. Da es ein nationaler Feiertag ist, konnten wir heute Morgen, ganz ohne Berufsverkehr Montreal verlassen. Unser Ziel war heute zum einen der Weg – Indian Summer direkt entlang des Ottawa River und zum anderen die Stadt Ottawa selbst, die Hauptstadt Kanadas.
Den Indian Summer kann man hier in Nordamerika stärker wahrnehmen, weil es hier einfach viel mehr verschiedene Baumarten gibt als in Europa und diese sich eben ganz unterschiedlich verfärben. Es ist ein wunderbares Farbenspiel aus vielen verschiedenen Gelb und Rottönen, so intensiv wir es aus unseren heimischen Wäldern tatsächlich nicht kennen. Und so werden auch eigentlich ziemlich langweilige Highwaystrecken zu einem hoffentlich nicht endenden Vergnügen. Nach jeder Kurve gibt es weitere und noch viele schönere Farbszenen zu entdecken.

Die Stadt Ottawa liegt am Ottawa-River und an der Mündung des Rideau River. Auf einem Hügel, dem Parlament Hill, liegt das Regierungsviertel. Auch alle anderen wichtigen politischen Institutionen des Landes sind in der Stadt vertreten. Vom offiziellen Amtssitz des kanadischen Premierministers über den Obersten Gerichtshof bis hin zur Münzprägung Royal Canadian Mint. Hier haben war auch eine kleine Visitor-Tour mitgemacht. Uns wurde gezeigt wie die kanadischen Münzen und Barren hergestellt werden und wir durften, als besonderes Highlight, einen echten Goldbarren in die Hand nehmen! Es ist schon ein wahnsinnig gutes Gefühl, so einen kleinen aber zugleich schweren (12,5 kg) Barren im Wert von ca. 500.000$ in den Händen zu halten.
Wir haben dann noch die Kirche Notre-Dame angeschaut und waren in der Nähe beim Abendessen. Pünktlich zur Dämmerung und der blauen Stunde, sind wir noch mal durch die Straßen gezogen um das ein oder andere schöne Foto zu machen. Lang wird unser Abend heute nicht, da wir morgen eine weite Fahrt nach Toronto vor uns haben.

Bis morgen dann aus Toronto.

C & A

Etwas abseits des Highways liegen viele kleine verschlafende Orte.Bunte Wälder direkt am Straßenrand.Indian SummerWir haben uns die richtige Reisezeit ausgesucht.Alexandra Bridge in Ottawa.Parlamentshügel (Parliament Hill) mit dem Regierungssitz. Im Vordergrund ist die symbolische Flamme - Centennial Flame - zu sehen.Parlamentsgebäude, East BlockMünzprägeanstalt - Royal Canadian MintAn der Mündung zum Ottawa River gibt es acht Schleusenstufen, damit der Fluß einen Höhenunterschied von 24 Metern überbrücken kann.Die Kirche Notre-Dame zur blauen Stunde.Blick vom Parlamentshügel auf die vom Indian Summer eingeschlossene Kirche Notre-Dame.

Ausflug nach Quebec

Author: C & A

Quebec, die Stadt am Sankt Lorenz Strom war heute Ziel unseres Tagesausfluges. Von Montreal liegt die Stadt etwa 260 km Richtung Osten entfernt.
Wir haben uns wieder ein Auto gemietet und sind auf dem Hinweg, über den Highway Nr. 40 nordöstlich des Sankt Lorenz Stroms, nach Quebec gefahren. Vorbei an bunten Wäldern, waren wir mit Tempo 115 km/h unterwegs. Erlaubt waren eigentlich nur 100 km/h und wir mussten ständig auf der Hut sein, nicht von der nächsten Polizeistreife erwischt zu werden. Denn die gibt es hier, versteckt im Gebüsch, wie Sand am Meer.
Quebec selbst ist ein Touristenmagnet. Zum einen wegen seiner sehr schönen Altstadt und zum anderen weil die Festungsanlagen (aus dem 17. Jahrhundert) rund um das Schloss Frontenac (Château Frontenac) als einzige in ganz Nordamerika, noch intakt sind. Das Château Frontenac ist eines der exklusivsten Luxushotels in Kanada. Zudem gilt es als eines der am häufigsten fotografierten Hotels der Welt. Auch wir haben ein paar Bilder gemacht.

Da wir vom anderen Flussufer gekommen sind, mussten wir mit der Fähre übersetzen. So hatten wir gleich bei Ankunft einen fantastischen Blick auf Quebec. Leider verabschiedete sich dann auch gleich wieder das gute Wetter. Neben der alten begehbaren Stadtmauer gibt es hier auch einen großen Hafen für Kreuzfahrtschiffe. Mehrere große Ozeanriesen können hier gleichzeitig anlegen. Heute waren es allein drei Stück. Unter anderem auch die Aida Aura. In der Altstadt, die durch viele verwinkelte Gassen mit unzähligen Geschäften für Kunst und Kitsch führt, kann man auch jede Menge kleine Restaurants finden. Nach ein paar Stunden bummeln, Sightseeing und lecker essen haben wir über den Highway Nr. 20, diesmal auf der südlichen Seite des Sankt Lorenz Stroms, unseren Heimweg nach Montreal angetreten.
Hier wurde dann auch das Wetter wieder besser und nach dem heutigen strahlenden Abendrot, freuen wir uns auf den morgigen Tag. Unsere Reise geht weiter nach Ottawa – der Hauptstadt Kanadas.

Bis morgen, wir wünschen Euch einen guten Start in die Woche.

C & A

Auf dem Weg nach Quebec bei schönstem Sonnenschein.Das Château Frontenac gilt als eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt.Bald ist Halloween!Eine der vielen Gassen in der Altstadt.Blick auf das Château Frontenac von der Terrasse Dufferin.Herbst in Quebec.Kreuzfahrthafen am St. Lorenz Strom.Die Aida Aura im Hafen von Quebec.Das Château Frontenac ist das Wahrzeichen der Stadt mit seinem grünen Dach über dem St. Lorenz Strom.Die Nacht bricht herein.

Radltour in Montreal

Author: C & A

Im Parc du Mont-Royal begann unser heutiges Tagesprogramm. Es war super Wetter angesagt und wir wollten nun endlich unseren Indian Summer sehen. Der Berg Mont-Royal befindet sich im gleichnamigen Park und ist mit seinen 233 Metern der höchste Punkt Montreals. Er bietet eine tolle Aussicht auf die Stadt und hat viele bunte Wälder. Da es Samstagmorgen war, waren die Wanderwege und Viewpoints noch nicht überlaufen, denn auch bei den Einheimischen ist die grüne Oase, im Norden ihrer Stadt, sehr beliebt.

Als es dann später immer voller wurde, haben wir uns auf den Weg zum Hafen gemacht. Rein in den Bus, umsteigen in die U-Bahn und schon waren wir am Pier an dem die Kreuzfahrtschiffe anlegen. Hier haben wir uns zwei Fahrräder geliehen und sind zu den vorgelagerten Inseln im St. Lorenz Strom geradelt. Die Insel Saint-Helene ist das ehemalige Expo-Gelände von 1967. In dem schön angelegten Park gibt es einen riesigen Vergnügungspark, ein Las Vegas taugliches Casino und ein Museum namens Biosphere. Ähnlich wie der Biodome erklärt er die Ökosysteme dieser Erde. Die Nachbarinsel Notre-Dame hat zwei Besonderheiten. Sie ist eine künstlich aufgeschüttete Insel. Als damals die Metro gebaut wurde, hat man hier den ganzen Schutt zu einer Insel verarbeitet. Seit vielen Jahren befindet sich hier die Formel 1 Rennstrecke von Kanada. Wenn keine Rennen stattfinden, so wie heute, kann man mit dem Fahrrad und Inlinern die Strecke abfahren. Es ist schon merkwürdig auf dem gleichen Asphalt durch die Boxengasse zu fahren. Michael Schumacher hat hier sieben Rennen gewonnen.
Nach unserer Radltour sind wir heute noch durch das alte Montreal „Vieux-Montreal“ spaziert. Dort steht eine Nachbildung der Pariser Kathedrale Notre Dame – welche innen zwar ganz anders, aber dafür auch sehr schön ausschaut. Fotografieren war leider verboten, daher nur ein Link. Hier in der Altstadt gibt es verwinkelte Gassen, Kopfsteinplastersträßchen gesäumt von Steinhäusern aus der kolonial Zeit mit netten Restaurants, kleinen Geschäften und verschiedenen Kunstgalerien. Pferdekutschen fahren hier auch herum.

Morgen fahren wir in die Stadt Queebec. Wird hoffentlich wieder so tolles Wetter.

Liebe Grüße

C & A

Ein kleines sehr aufmerksames Silberhörnchen im Park du Mont Royal.Herrlicher leuchtender Herbstwald.Im Wald lässt es sich zum Indian Summer sehr gut wandern.Der Ausblick vom Mont Royal auf dieStadt ist einfach unglaublich.Am Hafen von Montreal stehen noch alte Fabriken.Die Insel Saint-Helene kann nur über Brücken erreicht werden.Hier auf der Insel fand 1967 die Weltausstellung EXPO statt.Von der EXPO ist unter anderem der amerikanische Pavillion übrig geblieben. Er ist heute das Museum Biosphere.Park Mont Royal ist zwar schön angelegt aber so gut wie nicht ausgeschildert.Auf der Insel Notre-Dame befindet sich die Formel 1 Rennstrecke. Hier stehen wir direkt vor der Boxengasse.

Zurück in Europa?

Author: C & A

Als wir gestern vom Flughafen zum Hotel gefahren sind, haben wir schon ein wenig von Montreal mitbekommen. Alles ist hier etwas anders als das Kanada was wir nun schon kennen. Irgendwie wirkt hier alles sehr europäisch. Besonders auffällig war, dass hier die Hauptsprache französisch ist. Erst die zweite Amtssprache ist Englisch. Wir sind zwar in Nordamerika in Kanada – aber alles ist französisch. Alle reden französisch und nahezu alle Schilder sind französisch beschriftet. Ganz schön gewöhnungsbedürftig. Man spricht uns hier also prinzipiell französisch an – unserer Bitte, in Englisch mit uns zu sprechen, kommen die französischen Kanadier aber stets freundlich nach. Das kennen wir aus Frankreich eben doch anders.
Die Olympiastadt Montreal (1976) ist nach Toronto die zweitgrößte Stadt in Kanada und nach Paris ist es die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt. In und um Montreal wohnen ca. 3,7 Millionen Menschen. Hier gibt es die gleichen Baguettes, das selbe flächendeckende System von Leihstationen für Fahrräder, die identische U-Bahn auf Gummirädern und architektonisch ähnliche Bauten, wie in Paris.

Cathedrale Christ Church vor einem modernen WolkenkratzerInnenaufnahme der Cathedrale Christ Church

Auf unser Frühstück im Hotel haben wir heute Morgen verzichtet und sind stattdessen mit der U-Bahn zum Jean-Talon Markt in Little Italy zum Brunch gefahren. Hier gibt es viele kleine Stände mit leckerem Obst und Gemüse sowie einer eigenen Bäckerei. In dieser gibt es viele französische und europäische Spezialitäten. Unser gemütliches Frühstück war daher sehr üppig, gesund und super frisch.

Hier sind Leckereien aus aller Welt zu finden.Unzählige Obst - und Gemüselädchen finden sich auf diesem Markt.In der Bäckerei gibt es neben den üblichen Backwaren auch handgemachte Torten.

Am Nachmittag sind wir, raus auf das ehemalige Olympiagelände, zum Biodome gefahren. Der Biodome ist eine Mischung aus Umweltmuseum und Zoo. Für die Besucher werden hier die verschiedenen Ökosysteme der Erde simuliert – vom tropischen Regenwald bis hin zu den beiden Polar-Gebieten Arktis und Antarktis. Neben den klimatischen Unterschieden werden hier auch einige dort lebende Tierarten gezeigt. Das Museum ist bei den Einheimischen wie bei Touristen gleichermaßen beliebt und war deshalb heute ziemlich gut besucht. Es hat uns sehr gut gefallen und unser Liebling des Tages war der Rockhopper Pinguin.

Künstlich angelegtes Korallenriff im Biodome.Tropischer RegenwaldPapageienKatta-Lemuren sind ursprünglich in Madagaskar beheimatet.Das ist ein Otter in besonders großer Ausführung.Pinguine bei der Fütterung.

Wir werden auch morgen noch in Montreal bleiben und auf das zugesagte schöne Wetter hoffen.

Euch allen ein schönes Wochenende und liebe Grüße!

C & A

Bon jour de Montreal

Author: C & A

Air CanadaMit Air Canada sind wir heute von Calgary nach Montreal geflogen. Die Flugzeit betrug ca. 3,5 Stunden. Die Maschine war zwar kleiner als die des Fluges nach Vancouver aber alles verlief ruhig und der Service war sehr zuvorkommend.
Da Montreal in der Provinz Quebec liegt, wurde die Zeit hier wieder um 2 Stunden vorgestellt. Somit war es nach Montrealzeit schon 20 Uhr, als wir in unserem Hotel angekommen sind. Also haben wir uns nur kurz orientiert und haben direkt in der Nähe des Hotels zu Abend gegessen. Heute sind wir ganz schön kaputt. Morgen gibt es dann hoffentlich wieder interessanteres zu berichten.

Liebe Grüße

C & A

Zwischenstop in Calgary

Author: C & A

Bei leichtem Schneefall ging es heute ganz in der Früh los, auf nach Calgary. Ein bissel sind wir schon traurig, die Berge nun hinter uns lassen zu müssen. Wir haben uns hier in den Rocky Mountains schon richtig wohl gefühlt und die Natur, trotz mittelmäßigem Wetter und fehlenden Elchen und Bären, sehr genossen. Aber unsere Reise ist ja noch nicht zu Ende.

Die Olympiastadt Calgary (1988) liegt 130 km von Banff entfernt und wir werden hier nur einen kurzen Zwischenstop einlegen. Besonders aufregend ist Calgary, trotz seiner olympischen Berühmtheit, nicht. Seine Boomzeit hatte Calgary in den 80er Jahren, während der Winterspiele und als Öl noch reichlich sprudelte. Heute wächst die Stadt zwar immer noch am schnellsten, im Vergleich zu anderen kanadischen Städten, aber für Touristen hält sich das Angebot in Grenzen. Selbst der Calgary-Tower ist nur ein mickriges Türmchen. Da warten wir lieber auf den noch größten Tower der Welt in Toronto. Nach Rückgabe unseres mittlerweile lieb gewonnenen Mietwagens und nach 2860 gefahrenen Kilometern, standen heute daher nur zwei Punkte auf unserer Tagesordnung. Ein Stadtbummel durch die City von Calgary sowie der Besuch der größten Shoppingmall (über 200 Geschäfte!!). Die Mall lag direkt in der Nähe unseres Hotels – was für ein Zufall. ;)

Der Calgary Tower ist ein knapp 191 Meter hoher FernsehturmCalgary DowntownDer Olympic Plaza an der 7. Avenue

Zwei Besonderheiten hat Calgary allerdings dann doch noch. Zum einen spielt das Wetter in der Stadt, aufgrund der Nähe zu den Rocky Mountains, des öfteren verrückt. Wir durften das heute selbst miterleben. Erst war es bis zu 4° warm und leicht bedeckt. Dann zogen dicke Wolken auf und es gab einen dicken Schneesturm und Temperaturen um die -4°. Später war der Himmel wieder teilweise wolkenfrei und die Temperaturen lagen um die 8°! Bei Wikipedia sind die klimatischen Verhältnisse ganz gut beschrieben.

Am Horizont ziehen dicken fette Schneewolken auf.Innerhalb kürzester Zeit gab es einen heftigen Schneesturm.Nach weniger als einer Stunde war wieder schönster Sonnenschein am Himmel.

Weil das mit dem Wetter so ist, haben sich die schlauen Kanadier etwas einfallen lassen. Das ist die zweite Besonderheit hier in Calgary. Sämtliche Gebäude in der City sind oberirdisch miteinander verbunden. Das Skyway-Netzwerk ist weltweit das größte, begehbare Skyway-System mit insgesamt 16 km Länge und 59 Brücken. Man läuft ständig in den Gebäuden und überquert die Straßen durch gläserne Überführungen. Dadurch konnten wir uns die Stadt aus der Vogelperspektive anschauen, mussten überhaupt nicht frieren oder uns um das Wetter kümmern. Gleichzeitig konnten wir alle Geschäfte und Gebäude in Ruhe anschauen. Viele Kanadier laufen hier nur mit T-Shirt und kurzen Hosen herum, weil sie wissen, dass sie die Gebäude nicht verlassen müssen. Alles kann innerhalb des Systems erledigt werden. Nach der Arbeit gehen die Menschen hier in die Tiefgarage, fahren heim in die Garage und gehen direkt ins Bett. Um zu wissen was für ein Wetter heute war, müssten Sie erst den Wetterbericht prüfen. :)

Brücken verbinden sämtliche Gebäude in der Innenstadt.Ganze Straßenzüge werden miteinander verbunden.Das ganze System ist gläsern und angenehm klimatisiert.An vielen Kreuzungen befinden sich solche digitalen Navigationshilfen - so ist eine Orientierung im gesamten Skywalknetz möglichDa die Menschen sich hier weniger draußen aufhalten, werden die Innenflächen eben auch begrünt.Einige Flure des Skywalks werden von Künstlern gestaltet.Andere Flure werden von Gärtnern zu Oasen umgebaut.

Morgen geht es nun direkt mit dem Flugzeug weiter nach Montreal. Warum mit dem Flugzeug? Da hätten wir doch auch mit dem Auto fahren können, oder? Im Prinzip ja, aber wir hatten keine Lust, 3600 km durch Great Plains zu fahren – der Kornkammer Nordamerikas. Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche hätten uns täglich begrüsst. Für uns wenig aufregend. Allein wenn wir jeden Tag nur 600 km gefahren wären (München – Berlin) dann wären wir 6 Tage in der Prärie unterwegs gewesen. 3600 km ist ungefähr 2,5 mal die Strecke von Berlin nach Mallorca! Kanada ist halt einfach ein klein wenig größer als alles was wir kennen. Zudem sind die Kosten für die Flüge nach Kanada, im Vergleich zu den Kosten für die 6 Tage mit dem Auto und Hotel, nur Peanuts. :)
flug nach montreal

Nach einer erneuten Zeitumstellung begrüßen wir euch morgen aus dem Osten Kanadas. Uns erwartet dort ein ganz anderes Kanada, so ganz ohne Rocky Mountains und nur wenig englischer Sprache. Aber wir wollen nicht zu viel verraten.

Bis morgen – Montréal nous voilà.

C & A

Heute an unserem letzten Tag in den Bergen sind wir im Banff Nationalpark geblieben. Übrigens, allein der Banff Nationalpark ist ungefähr doppelt so groß wie die Fläche von Berlin oder ca. zehnmal so groß wie München! Der Jasper Nationalpark ist sogar noch größer.
Heute haben wir die direkte Umgebung des Örtchens Banff erkundet. Man muss gar nicht weit gehen um die vielen interessanten Highlights zu finden. Angefangen haben wir bei der „Cave and Basin“ – einer Höhle mit heißer Quelle und einem Thermalbad, denen der Park seine Entstehung verdankt. Die Höhle hat überall Öffnungen zur Erdoberfläche und dort kann man das, lecker nach faulen Eiern riechende, Wasser schnuppern. Das Wasser selbst ist sehr schwefelhaltig, wodurch die kleinen Bäche sehr weiß aussehen. In den kleinen Teichen um die Quelle herum scheint alles super gut zu gedeihen. Es sind Pflanzen zu sehen die in voller Farbenpracht stehen. Hier ist uns heute auch der erste kanadische Bieber begegnet.

An den Quellen wächst und gedeiht die Natur in prächtigen Farben.An dieser Quelle steigen blubbernde Blasen auf.Die Algen verfärben sich im schwefelhaltigen Wasser weiß.Hier stinkt es, dass sich die Bäume biegen.

Nur wenige Kilometer vom Ort Banff entfernt, befindet sich die schöne Parkstraße Bow Valley. Unser Ziel war der Johnston Canyon. Diese beeindruckende Schlucht ist über einen Steg sehr gut begehbar. Bis zu den oberen Wasserfällen sind es ca. 3km. Da wir ja geübte Wanderer sind haben wir bereits nach kurzer Wegstrecke die Lower Falls erreicht, einem ca. 10 Meter hohem Wasserfall. Durch ein Loch im Felsen, über Jahrmillionen vom Fluss geschliffen, kann man heute direkt den Wasserfall ganz nah bewundern. Wir sind dann aber weiter den Pfad hinauf zu den Upper Falls, die wesentlich beeindruckender aussehen und ca. 30 Meter hoch sind. Kurz bevor wir zurück am Auto waren hat es mal wieder ein Bissel geschneit. Wir sind dann zurück nach Banff um uns etwas auszuruhen, denn wir hatten für heute Abend noch etwas besonderes vor – Wild Life Viewing.

Einer der vielen Wasserfälle in der Johnston Schlucht.Gut ausgebaute Wanderwege machen die Begehung des Canyons möglich.Eine Wanderung im Johnston Canyon zählt zu den beliebtesten Wanderungen im Banff Nationalpark.Der Pfad schlängelt sich über 3km bis zum oberen Wasserfall.

In Banff gibt es einen schön angelegten Golfplatz. Durch diesen Golfplatz und durch die angrenzenden Wälder führt eine befahrbare Straße. Am Morgen und am Abend, jeweils zur Dämmerung, soll man hier sehr gute Chancen haben Bären, Elche und Wapitis zu sehen. Wir sind also pünktlich zur Dämmerung auf den Golfplatz gefahren und siehe da, gleich am Eingang erwartete uns ein Rudel Wapitis. Bis auf wenige Meter konnten wir an die Tiere heran und unsere ersten Fotos machen. Auf dem weiteren Rundweg haben wir dann geschätzte 50 Wapitis gesehen. Teilweise direkt 2m neben unserem Auto. Beindruckend sind diese Tiere schon allein wegen ihrer riesigen Größe und dem megagroßen Geweih. Wer hätte gedacht, dass wir auf einem Golfplatz die wilden Tiere Kanadas sehen werden. Leider hatten Bär und Elch heute keinen Dienst.

Wapitis gehören zur Familie der Hirsche, sind aber deutlich größer als europäische Rothirsche.Golf spielender Wapiti-Bulle.Wapitis sind in Nordamerika auch als Elk bekannt.Das Rothörnchen knabberte genüßlich Mini-Tannenzapfen.Die Bezeichnung Wapiti bedeutes auf indianisch - weißes Hinterteil.

Dafür konnten wir noch ein Fotoshooting mit einem Rothörnchen machen und haben dann zur blauen Stunde beim Fairmont Banff Spring Hotel ein paar schöne Abendfotos gemacht.

Die leuchtenden Rocky Mountains in der Dämmerung.Das Fairmont Banff Springs Hotel wurde einem original schottischen Schloss nachgebaut.Ein Teil des Fairmont Banff Springs Hotel.

Nun heißt es aber wieder Koffer packen, morgen geht es nach Calgary!

Tschüß

C & A

Bei schönstem Sonnenschein sind wir heute Morgen gestartet. Wir haben einen Abstecher in den Mount Revelstoke Nationalpark gemacht. Einem nicht gerade großen (nur 260 km²), aber dafür wunderschönen Park mit unzähligen Gipfeln und Tälern. Vom über 2000 m hohen Mount Revelstoke hat man eine traumhafte Aussicht ins Tal und auf den Columbia River, welcher am Revelstoke Staudamm gestaut wird. Der Staudamm selbst, ist eine der größten und modernsten Wasserkraftanlagen in Nordamerika. Zusammen mit drei weiteren Staudämmen konnten die immer wieder auftretenden Überschwemmungen kontrolliert und das Potential der Stromerzeugung in den damit entstandenen Kraftwerken erhöht werden. Den Revelstoke Staudamm haben wir sogar von innen, in einem Visitor Center, besichtigen können. Leider waren dort Kameras verboten. Daher müsst Ihr Euch mit den Bildern der Aussenansicht begnügen.

Revelstoke StaudammRevelstoke Staudamm mit vier Turbinen. Die fünfte ist derzeit im Bau und eine sechste in Planung. Bei schönstem Wetter sind wir am Morgen gestartet.

Nach der Dammbesichtigung war unser nächster Punkt im Mount Revelstoke Nationalpark, eine kurze Wanderung durch den Giant Cedars Trail. Einen mit über 1000 Jahre alten Bäumen bewachsenen Wanderrundweg. Es war ganz still, wir waren wie immer allein und jedes knacken und rauschen ließ uns erstarren – in der Annahme ein Bär würde uns folgen. Denn das schöne Wetter lockte heute jede Menge Tiere in die sonnendurchfluteten Lichtungen des dunklen Waldes. Aber sie waren alle schneller, als wir mit dem Finger am Auslöser unserer Kameras. Ein Bär war leider auch nicht dabei. :(

Wanderung auf dem Giant Cedar Trail.Hier im Mount Revelstoke Nationalpark stehen über tausend Jahre alte Bäume.Die alten Bäume sind noch viel riesiger als auf den Fotos zu sehen.

Auf dem Weg zurück nach Banff sind wir durch den Glacier Nationalpark gefahren. Dieser liegt direkt zwischen dem Mount Revelstoke und dem Yoho Nationalpark. Der Glacier Nationalpark ist das aktivste Lawinengebiet der Welt. Die jährliche Schneefallmenge kann hier bis zu 23 m betragen! Bleibt den Menschen die hier wohnen nur zu wünschen, dass der ganze Schnee nicht in einer Nacht runter kommt ;) Bevor man hier ins Hinterland will, muss man sich bei den Parkrangern anmelden. Wir sind aber ganz brav auf den gekennzeichneten Routen geblieben und machten auch hier verschiedene kleine Wanderungen durch die teilweise schon verschneite Landschaft.

Schneebedeckter Berggipfel im Glacier Nationalpark.Der kleine Ort Field im Yoho Nationalpark.Vom Aussichtspunkt -Rockgarden- im glacier Nationalpark, sind die umliegenden Berggipfel gut zu sehen.Abenddämmerung in den Rocky Mountains.

Happy Birthday
Und heute nun noch einen Geburtstagsgruß:
Happy Birthday Nicole B. wir wünschen Dir heute alles Liebe und einen stressfreien Tag, wir drücken Dich und denken an Dich!!

Grüßli

C & A

Wie geplant, sind wir heute ganz früh aufgestanden und waren bereits kurz nach sieben Uhr unterwegs zum Banff Nationalpark. Es war noch nicht ganz hell im Park, aber die Wapitis begrüßten uns wie jeden Morgen am Straßenrand.
Unsere Reiseroute führte uns heute direkt in die Berge, bis hinauf zum Columbia Icefield Gletscher. Hier gibt es fast ausnahmslos Berggipfel über 3000m Höhe und acht große Gletscherfelder zu bestaunen. Es dauerte nicht lange und wir befanden uns in einem heftigen Schneegestöber. Wegen der schlechten Sicht und der verschneiten Fahrbahn kamen wir nur mühsam voran. Wenigstens war es im Auto schön mollig und draussen wurde es auch hell. Oben an den Gletschern angekommen, waren wir von der Größe der Eisfelder überwältigt. Zudem leuchten die Gletscher hellblau im Berg und sind dadurch sehr gut zu sehen. Am Straßenrand waren Markierungen zu sehen, wie weit der Gletscher noch vor etlichen Jahren reichte. Es ist schon erschreckend, wie schnell mit ständig zunehmender Geschwindigkeit der Gletscher schmilzt. Mit heißem Tee aus unserer Thermoskanne ging es weiter durch die verschneite Winterlandschaft. Es fehlte nur noch Last Christmas von Wham und die Weihnachtsstimmung wäre perfekt.
Unsere nächsten Stationen waren die berühmten Seen Lake Louise und Moraine Lake. Bei beiden Seen waren wir nicht allein. Etliche, vor allem asiatische Touristen, haben uns begleitet. Dafür waren die beiden Lakes aber wunderschön anzuschauen, auch wenn das Wetter nicht ganz so schön war.

Moraine LakeDer berühmte Lake LouiseEiner der acht Gletscher im Columbia Icefield.Columbia Icefield Glacier. Im Vordergrund ist die Markierung von 1942 zu sehen.Moraine Lake

Bevor wir nun in den Banff Nationalpark gefahren sind, haben wir noch einen Abstecher in den Yoho Nationalpark gemacht. Dieser liegt neben dem Jasper NP und dem Banff NP. Hier gab es eine Natural Bridge und den berühmten Emerald Lake.
Was ist eine Natural Bridge? Wikipedia sagt: „Durch im Wasser mitgeführtes Geröll wird die Wand an einer Stelle langsam abgeschliffen, bis der Fluss schließlich den Durchbruch geschaffen hat und seinen Weg gerade weiter fort setzt und dabei im Laufe der Zeit das Loch vergrößert.“ Gedauert hat das ganze Millionen von Jahren!
Die Takakkaw Falls wollten wir uns zwar auch anschauen, aber die Straße dorthin war leider schon wegen Schneefalls gesperrt.

Ein Zug in den Rocky MountainsDie Ortschaft Field im Yoho NPNatural Bridge im Yoho NationalparkBootssteg am Emerald LakeEmerald Lake

Den ganzen Tag waren wir heute wieder auf der Suche nach wilden Tieren. Und obwohl wir sogar in einem Tierschutzreservat waren konnten wir weder einen Bären noch einen Elch entdecken. Obwohl, einen haben wir dann doch noch entdeckt…

... und sogar gewunken hat er uns

Dafür gefällt uns das Örtchen Banff sehr. Aber dazu dann morgen mehr. Heute war der Tag lang genug.

Nachti

C & A

Der heutige Tag begann mit knackigen Temperaturen um den Gefrierpunkt. Wir haben uns also dick eingepackt und sind in den Maligne Canyon gefahren. Gerade als wir ein paar Minuten unterwegs waren, liefen uns diesmal die Wapiti-Bullen, mit ihren riesigen Geweihen, über den Weg. Kaum beeindruckt von den vorbei fahrenden Autos, futterten sie neben der Fahrbahn auf einer leichten Anhöhe – vermutlich Frühstück.

Wapiti beim FrühstückWapiti direkt am Straßenrand

Im Canyon gab es leichten Schneefall. Somit kamen nun auch unsere Wintersachen – Schal, Mütze und Handschuhe – zum Einsatz. Wir haben dann eine wunderschöne Wanderung entlang des Canyon gestartet. Der Maligne Creek zog sich hier durch das gesamte Gebiet. Ein Wasserfall folgte dem nächsten. Dazwischen immer wieder türkis-blaue Wasserbecken. Traumhaft.

Unser nächstes Ziel am heutigen Tag waren die Wasserfälle Athabasca und Sunwapta.
Um die Athabasca Falls herum konnten wir gut wandern und an verschiedenen Stellen immer wieder die unterschiedlich hohen Stufen des Wasserfalls bestaunen. Geschützt durch eine Plattform kommt man hier dem reißenden Strudel sehr nahe – man kann sogar den Sog spüren, bevor das Wasser megalaut den Abgrund hinunter rauscht. Wahnsinn!
Die Sunwapta Falls liegen in direkter Nähe der Athabasca Falls. In direkter Nähe heißt in Kanada ca. 25 km Entfernung. Ein kanadischer Katzensprung. Die Sunwapta Falls sind zwar nicht ganz so spektakulär wie der Athabasca Fall, aber auf jeden Fall auch einen Besuch wert.

Während des ganzen Tages haben wir immer wieder die Gegend nach wilden Tieren abgesucht. Wir lagen mit unserem Fernglas auf der Pirsch an den Ufern der Seen und Flüsse. Leider hatten wir auch heute kein Glück und haben weder Bären noch Elche gesehen. Das Wetter war ihnen wohl zu ungemütlich, und sie sind in ihren Höhlen geblieben. Morgen früh wollen wir aber ganz in der Früh starten. Zum einen mit der Hoffnung in den frühen Morgenstunden etwas mehr Glück bei der Tierbeobachtung zu haben und zum anderen verlassen wir den Jasper Nationalpark und fahren in den Banff Nationalpark inkl. dem Columbia Icefield Gletscher!

Liebe Grüße

C & A

Sunwapta FallAthabasca Creek nach dem WasserfallStrudel des Athabasca FallAthabasca FallAthabasca FallUnsere Wanderung durch den Maligne CanyonEine tiefe Schlucht im Maligne CanyonAuffangbecken des Athabasca FallBeginn der Athabasca Falls Tiefster Punkt im Maligne Canyon